März 02, 2009

Altes und Neues

Gestern gings endlich mal wieder raus.
Und obwohl der Wetterfrosch nur "regenfrei" angesagt hatte, wäre an den Gleitschfelsen fast eine Sonnenbrille nötig gewesen.
Leider reichte die Sonne noch nicht auf jede Leiste. Somit begnügten wir uns erstmal mit "To Jump or figth" fb6c+. Daniel konnte sich den nächsten Boulder an den Gleitschfelsen holen, Bettina hat ein durchaus machbares Projekt gefunden und ich hatte viel Spaß dabei das Teil einfach nochmal zu wiederholen.

Bettina springt nicht, sondern kämpft lieber. "To Jump or fight" fb6c+.

Die Sonne wanderte weiter und trocknete schließlich auch die Leisten von "Power of silence" ein wenig ab. Die Bedingungen waren zwar keinesweg optimal, aber um ein bischen zu Probieren langte es, auch wenn Daniel das ein oder andere mal böse von den Leisten fluppte!
Und dann hat es mich aus dem Boulder geschmissen. Aber es lag nicht wie sonst an der Kraft, sondern der Fels gab nach! Aus dem schönen Hook den der DK im letzten Jahr schon ordentlich verkleinert hat, habe ich nur eine noch kleinere Variante gemacht :). Sorry Leute, aber der Boulder wird dadurch nicht einfacher!
Ich habe den Stein wieder reingeklemmt. Vielleicht findet sich ja jemand der das ganze mit Sikka zu rekonstruieren versucht.

Der wieder reingeklemmte Stein im Hook von "P.o.S." fb7?.

Nachdem wir nun an den Gleitschfelsen "ganze Arbeit" geleistet hatten ging es weiter ins neue Gebiet nach Pößneck. Die Blöcke waren schnell gefunden und bei einigen Felsen wurde uns warm ums Herz. Bis man daran ordentlich bouldern kann bedarf es zwar noch einem kleinen gärtnerischen Einsatz aber das sind die Blöcke allemal wert.
Das eigentliche Ziel "Primetime" fb7? war zwar leider komplett überflutet, aber dafür haben wir im letzten Sonnenlicht noch einen schönen Pfeiler bouldern können. :)

Daniel im "No Name Pfeiler" fb 6?.

MfG Kai.

Februar 19, 2009

PROBANDEN GESUCHT !!!

Hallo Klettergemeinde.
Mein Studium geht zu Ende und ich darf meine Abschlussarbeit schreiben. Zum Glück geht es dabei ums Klettern. Ich brauche dafür aber jeden Mann (und Frau)!!! Also bitte nehmt Euch die Stunde Zeit und macht als Proband mit!
Alles Weitere findet Ihr auf der Ausschreibung (zum Vergrößern auf's Bild klicken).
Schickt mir einfach eine Mail (kai.roesner(at)uni-jena.de) und wir machen einen Termin der Euch passt.
Vielen Dank!!!

MfG Kai.

Januar 23, 2009

Sächsische Highlights

Sachsen, immer eine Reise Wert.
Sachsen ist ja in Sachen Klettern schon ein wahrer Traum. Ausser das Wetter ist scheiße. Dann fährt man im Schneeregen durch das halbe sächsische Bundesland und findet nüscht zum Bouldern ausser Plastik. Aber von vorne:
Das eigentliche Ziel war der Garten-Eden des Boulderns, der Mount Everest unter den Blöcke, der Olymp der geilen Züge, ..., das Bahratal! Doch irgendwie hatten sich die Bedingungen seit meinem letzten Besuch (Silvester) geändert. Jeder Block, jedeWand und jeder auch noch so große Überhang war vereist! Damit hatte keiner gerechnet:

Kai bouldert in gefrohrenen Gelände.

Es war zum verrückt werden. Alle geilen Boulder die ich mir zu Silvester schon ausgeguckt hatte waren höchstens mit Eisgeräten zu begehen. Zum Glück fand sich wenigstens ein eisfreier Fleck. Wir wussten zwar nicht was und wie schwer, aber das ist ja beim Bouldern zum Glück eh nicht so wichtig. Recht schnell hatte dann jeder von uns das Teil gemacht und damit wir das Bahratal nicht ganz ohne zwei-drei Bouldermeter verlassen mussten, hat sich dann jeder das Teil noch ein paar mal für die obligatorische Fotosession gegeben.

DK im "Schwarzen Kanal" fb 7a.

Nach einer Abendsession in der Bouldercity-Dresden ging es am nächsten Tag zu einem alten Bekannten von Daniel und mir: "Der ...[beliebiges Adjektiv]... Boulder Mitteldeutschlands". Diese geniale Linie war ganz früher mal fb7b, bis nach und nach immer mehr Leute das Teil geklettert haben (~ 12) und manche nun dafür plädierten ihn mit fb6c zu bewerten! Aber wie oben schon erwähnt, die Schwierigkeit ist egal! Was zählt ist die Linie und da ist der "Bankräuber" perfekt!!!

Daniel wird fast zum "Bankräuber" fb 6c-7b.

Nachdem Daniel und ich uns dann bis zur Besinnungslosigkeit am Bankräuber ausgetobt hatten, sind wir schnell weiter nach Leipzig gefahren. Wir hatten den beginn des 23 Boulder-Wettkampfes zwar um 3 Stunden verpasst, aber mitmachen wollten wir trotzdem noch. Es war der Hammer! 207 Teilnehmer drängelten sich um die wunderschönen Wettkampfboulder. Und wir machten uns dann natürlich an den 23 Bouldern nochmal so richtig platt!
Was für ein lustiges Wochenende.

MfG Kai.

Januar 15, 2009

Eisangeln in Jena

Der Grip am Fels verhält sich ja bekanntlich entgegengesetzt proportional zur Temperatur. Die letzte Woche wäre also ideal zum Bouldern gewesen. Man wäre sprichwörtlich am Felsen kleben geblieben, oder sollte man eher sagen festgefroren?
Obwohl man bei minus 20 Grad Celsius nicht wirklich schön Bouldern kann, bieten sich einige andere Highlights, die man sonst in unseren Breiten nicht so oft erleben kann. So war z.B. die Saale komplett zugefrohren:

Und dann gab es ja noch den Wintersport.
Nach langer Suche nach einer geeigneten Fläche für uns Hobby-Eishockey-Piloten, gelangten wir, eher weniger erlaubt, in das Areal des Schleichersee. Doch diese Fläche war schon von den Eisanglern in Beschlag genommen worden. Warum auch extra bis zum Baikal fahren!?
Es war eine Augenweide! Aber seht selbst:


MfG Kai.

Januar 07, 2009

Knaller-Boulder-Raketen

Meinen Jahreswechsel zelibrierte ich im schönen Sachsenland. Und was läge da bei diesen griffigen Temperaturen nicht näher als im Bahratal bouldern zu gehen?!
Nach meinem Informationsstand ist das Bahratal seit einiger Zeit für den Bouldersport und für das verwenden von Magnesia freigegeben. Das hat mich natürlich um einiges entspannter durch diese Blocklandschaft streifen lassen. Ich habe einige schöne Blocke bouldern können, weis aber weder den Namen noch die Schwierigkeit. Auch mein Projekt vom letzten Bahra-Trip habe ich wieder angefasst. Diesmal gelangen mir endlich alle Einzelzüge, aber Kälte, Dunkelheit und leere Unterarme verhinderten den finalen Go :-( .
Das Bahratal hat durch oder auch Dank des langen Boulderverbots seine Verschlossenheit behalten. So existieren nur wenige und schwach ausgetretene Pfade in die einzelnen Sektoren und die wenigen Topos zeigen nur einen Bruchteil der stündlich aus dem Boden schießenden Erstbegehungen. Obwohl ich eigentlich viel Zeit mitgebracht habe, konnte ich auch bei diesem Besuch wieder nur einen weiteren Sektor für mich erschließen. Das Potential in diesem Tal ist einfach riesig! Und der Wald gibt nach jedem Baum einen neuen Boulderleckerbissen frei!
Das Bahratal ist für mich definitiv eines der besten Bouldergebiete das ich kenne!

MfG Kai.